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dr. raimund dietz | trainer coach economistVertrauen heißt auch Wissen ...
Es gilt etwas auszuheilen: Unsere ganze Wirtschaft beruht auf Vertrauen, besonders in Geld- und Finanzangelegenheiten.
Die Krise wird als Vertrauensbruch erfahren: als Betrug! Die Konsequenzen könnten sein: Ein Rückfall in das individuelle Horten und das Faustrecht. (Die US-Amerikaner haben Gott-sei-Dank mit Obama nicht diese Option gewählt.) Es geht darum, das Vertrauen in die zivile Ordnung samt Geld wieder herzustellen, nicht durch ein Einreden auf die Menschen, oder durch ein Schönreden und Beschwichtigen, sondern durch die Vermittlung eines Verständnisses der Funktionen des Geldes, das überall fehlt. Die Goldbucks haben seit jeher Papiergeld als Betrug an der Gesellschaft gebrandmarkt. Die Banker wissen nicht wirklich, was sie tun. Die Wirtschaftstheorie interessiert sich nicht sonderlich für das Thema, das ihr im Wesen so fremd ist, wie der Schulmedizin die Seele, usw. Autor: Dr. Raimund Dietz | Datum: 05.11.2008 11:13 Uhr
Kapitalmärkte ruinieren Gütermärkte
Im Artikel „Dollarsturzflug – das Ende eines Zeitalters“ beschäftigt sich DER SPIEGEL 2007/48 mit dem starken Dollarverfall und mit den dramatischen Auswirkungen, die man für die deutsche und europäische Wirtschaft erwarten kann. DER SPIEGEL fragt aber zu wenig nach den Ursachen der großen Dollarschwankungen, welche in einem grotesken Mißverhältnis zu den geringen Fluktuationen der Inflationsraten stehen, denen allein die Aufmerksamkeit der Zentralbanken zu gelten scheinen. Der Dollarsturz resultiert aus der Verschuldung der USA, welche über viele Jahrzehnte aus aller Welt Kapital anzog. Das Geld verschwand in den USA wie Materie in einem schwarzen Loch. Das meiste davon wurde verkonsumiert. Warum spricht man eigentlich so wenig von der Verschuldung, die als Vermögen gilt? Während sich die Zentralbanken im Erfolge geringer Inflationsraten und Konjunkturschwankungen sonnten, bauten sich Stocks (Bestandsgrößen) auf, deren Wucht die Wirtschaft zu zerschmettern droht.
Autor: Dr. Raimund Dietz | Datum: 01.12.2007 19:08 Uhr
Geldhaß oder Geldliebe. Natur versus Kultur?
Geldhaß oder Geldliebe? Man kann eine Sache nur gestalten, wenn man sie liebt. Geldhaß ist Selbstbefriedigung des kleinen Verstandes. Und er nützt nichts: Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Haß gegen etwas, was da ist und Not-wendend ist, ist sinnlos.
Die Verhältnisse sind freilich oft so, daß man sie hassen könnte. Aber Geld ist nicht nur so, wie es ist, sondern so, wie es sein könnte: Geld ist, wie wir mit ihm umgehen, wie wir miteinander umgehen und wie wir mit Dingen umgehen. Was ist Geld? Zwei Antworten. 1. Geld ist unser aller Lebensmittel. Hätten wir nicht Geld, würden wir Not leiden und in Armut leben. 2. Geld ist geprägte Freiheit. Geld ist die Grundlage der Zivilgesellschaft. Die Zivilgesellschaft ist eine kommerzielle Gesellschaft. Ökologen tun sich mit dem Thema Geld besonders schwer. Denn sie definieren die Welt als etwas Gegebenes – Konstantes. Geld hingegen weist ins Unendliche, und trägt den Drang ins Unendliche in sich. Geld und die damit gegebene Wirtschaftskultur ist ihnen daher unheimlich. Daher neigen sie zur Forderung, Kultur zu unterdrücken, um Natur zu retten. Das aber ist und kann nicht der richtige Weg sein. Es muß einen anderen Weg geben. Denn Geld ist ein Medium, welches Entmaterialisierung des menschlichen Umgangs mit Ressourcen ermöglicht. Ohne Geld hält der Mensch an Ressourcen fest. Geld erlaubt ihm den Aufbau von Sicherheiten in einem rein virtuellen Raum. Ein Konto bei der Bank kostet keine Ressourcen. Autor: Dr. Raimund Dietz | Datum: 15.05.2007 06:01 Uhr
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